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Syrien, Ungarn…Karlsruhe

9. September 2015
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Die vielen Bilder, die wir gerade im Fernsehen sehen, gehen uns nicht aus dem Kopf. Doch bei aller Traurigkeit und gar Verzweiflung über flüchtende Familien aus Bürgerkriegsregionen freut uns die riesige Hilfsbereitschaft in Deutschland sehr. Baden-Württemberg hat letztes Jahr 26.000 Flüchtlinge aufgenommen, dieses Jahr werden es mind. 80.000 werden, vielleicht gar 100.000. Die vielen Flüchtlinge, die in München ankamen, sind nach Sinsheim und/oder Sasbachwalden oder in andere Bundesländer verteilt worden.

In Karlsruhe, damals noch die EINZIGE Erstaufnahmestelle im Land, war die Situation im Sommer 2014 sehr angespannt. Es fehlte an Betten, an Kleidung, an vielem. Seitdem hat sich viel getan: ein großes Netzwerk von Ehrenamtlichen ist enstanden, unsterstützt von weiteren Organisationen/Vereinen und der Stadt Karlsruhe. Weitere Erstaufnahmestellen sind in Baden-Württemberg geschaffen worden, so daß längst nicht mehr alle Flüchtlinge zuerst nach Karlsruhe kommen. Im Gegenteil, die Zahl der Flüchtlinge hier ist seit einem Jahr alles im allem konstant, wenn auch konstant hoch. Wenn auch nicht optimal, so ist die Grundversorgung in den Karlsruher Unterkünften gewährleistet.

Zur Zeit brauchen wir also KEINE Sachspenden. Oder doch ein bißchen: KOFFER nehmen wir immer gerne entgegen, weil die Flüchtlinge sonst nichts außer Platiktüten haben, wenn sie in die Landkreise transferiert werden. Wenn Sie Koffer spenden wollen, dann bitte an kofferspende@web.de schreiben.

Auch unser Helferverteiler ist mittlerweile ziemlich voll. Doch bald sind die Sommerferien vorbei und manche der Helfer haben dann weniger Zeit. Wenn Sie uns unterstützen möchten, dann am besten so: melden Sie sich bitte ab Oktober wieder, wenn wir klarer sehen, wo Not am Mann/Frau ist. Spenden Sie uns oder Organisationen wie Amnesty International oder Pro Asyl Geld. Mit Ihrer Spende finanzieren wir unsere Teestuben, die Unterlagen für den Deutschunterricht, den Kauf von Sportausrüstung etc. und Freizeitaktivitäten wie Zoobesuche. Danke!

http://fluechtlingshilfe-karlsruhe.de/wertvolle-links/

 

 

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In eigener Sache: großer Andrang und Serverprobleme…

5. September 2015
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Liebe KarlsruherInnen,

 

wir sind überwältigt von der großen Spendenbereitschaft! Auch von den vielen Emails, die wir tagtäglich bekommen. Da wir alle ehrenamtlich tätig sind, kommen wir mit deren Beantwortung kaum nach. Wir bitten Sie also um Geduld, wenn Sie ein paar Tage auf eine Antwort warten müssen. Wegen eines Serverproblems sind außerdem zw. dem 27. August und dem 1. September ein paar Mails verschwunden. Wenn Sie eine Antwort von uns vermissen, schreiben Sie uns bitte wieder an! Wir bitten auch um Verständnis, daß wir zur Zeit keine Sachspenden mehr annehmen: keine Kleidung, keine Spiele, keine Hygieneprodukte, da unsere bescheidenenen Lagermöglichkeiten erschöpft sind.

Wenn Sie uns darüberhinaus helfen möchten: keine lange Email, sondern schauen Sie einfach bei einer der Aktivitäten nach: diese sind auf dieser Homepage je nach Unterkunft aufgelistet: ob Deutschunterricht, Teestube oder Kinderfreizeit: schnuppern Sie rein, wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

 

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Kleidung? Möbel…KOFFER!

5. September 2015
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Seit April diesen Jahres hat die Flüchtlingshilfe die Annahme von Sachspenden eingestellt. Zum einem weil wir keine Lagerräume mehr haben, zum anderen weil die Grundversorgung der Flüchtlinge durch das Land sich verbessert hatte. Nun sind die Unterkünfte wieder so überbelegt, dass es mit der Versorgung nicht mehr reibungslos klappt. Brauchen wir also wieder Sachspenden? Leider nein. Mangels Lagerräume nehmen wir nur noch wenige gezielte Spenden an, wie Kinderwägen und Buggys. Und vor allem gut erhaltene Koffer bzw. Reisetaschen. Wenn Sie eine solche Spende tätigen möchten, so schicken Sie bitte vorab eine Email an kofferspende@web.de

Fahrräder werden nach Rücksprache von unseren Kollegen von Bikes without Borders sehr gerne entgegengenommen

Da die Flüchtlinge in Karlsruhe in großen Gemeinschaftsunterkünften leben, die bereits eingerichtet sind, brauchen wir keine Möbel, keine Matrazen und keine elektrische/elektronische Geräte. Anders im Landkreis Karlsruhe-Land, da die Flüchtlinge dort länger untergebracht werden und in kleineren Unterkünften. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an das Landratsamt: https://www.landkreis-karlsruhe.de/index.phtml?mNavID=1863.9&sNavID=1636.181&La=1

Gerne können Sie auch finanzielle Unterstützung leisten:

Menschenrechtszentrum Karlsruhe e.V.
Stichwort Flüchtlingshilfe
Konto-Nr.: 4047192
BLZ: 660 908 00 (BB Bank)
IBAN: DE26 6609 0800 0004 0471 92
BIC: GENODE61BBB

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

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Annahme von Sachspenden eingestellt – herzlichen Dank!

19. Februar 2015
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Wir sind überwältigt von der großen Spendenbereitschaft und bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern!

Dank der zahlreichen Spenden, die in den letzten Wochen eingegangen sind, konnten und kann weiterhin vielen Menschen geholfen werden. Kleidung kann in großen Mengen verteilt werden, Kinder haben endlich etwas zum Spielen.
Dank der vielen Geldspenden können wir uns außerdem auch um die medizinische Versorgung der Flüchtlinge kümmern und wichtige Hygieneartikel – von der Zahnbürste bis zum Duschgel – beschaffen. Zahlreiche Medikamente können gekauft und durch eine engagierte Ärztin verteilt werden. Einem dreijährigen Mädchen, dem sein Hörgerät während der Flucht auf dem Meer abhanden gekommen war, konnte ein neues Gerät beschafft werden.

Vielen Dank auch an die zahlreichen engagierten Helfer, ohne die die Arbeit der Flüchtlingshilfe nicht möglich wäre!

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Stellungnahme der Flüchtlingshilfe Karlsruhe

13. Dezember 2014
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Nach der Gründung der Flüchtlingshilfe im August 2014 fand das erste gemeinsame Gespräch mit den Verantwortlichen des Regierungspräsidiums am 24.09.2014 statt. Nicht nur die Notunterkünfte, sondern auch die seit 2012 bestehenden Außenstellen der LEA sowie die LEA selbst weisen erhebliche Missstände auf, die von uns seitdem immer wieder angesprochen und bemängelt wurden. Folgende Punkte sind bis heute nicht gelöst und untragbar.

Lebensmittelversorgung:
Es muss endlich für eine ausgewogene, gesunde und genießbare Ernährung gesorgt werden. Tonnen der sogenannten Mahlzeiten landen im Müll und den Menschen wäre vielmehr geholfen, wenn sie sich für dieses Geld selbst etwas kochen könnten. Die Möglichkeit, Heißgetränke und vor allem Babynahrung zuzubereiten, ist noch immer nicht in allen Unterkünften gegeben. Auch die Versorgung mit Babynahrung muss zukünftig gewährleistet sein.

Taschengeldauszahlung:
Das Taschengeld wird weiterhin nur einmal monatlich ausbezahlt und steht so nach Ankunft meist noch gar nicht zur Verfügung. Die Auszahlungstermine müssen flexibler gestaltet werden, damit die Menschen nicht mehr wochenlang auf ihr Geld warten müssen.

Es muss endlich gewährleistet sein, dass Neuankömmlinge ausreichend mit Kleidung versorgt werden. Immer noch berichten uns Flüchtlinge, dass sie in der Kleiderkammer der LEA nur Schuhe und Unterwäsche bzw. manchmal überhaupt nichts ausgehändigt bekommen. Die Flüchtlingshilfe Karlsruhe hat in den letzten Wochen und Monaten sehr viel Erfahrung beim Verteilen von Kleidung gesammelt. Bei einer derart hohen Anzahl an neu ankommenden Flüchtlingen pro Tag kann eine Versorgung mit Kleidung nur durch deutlich längere und flexiblere Ausgabezeiten in der Kleiderkammer in der LEA umgesetzt werden.

Ausgabe von Hygieneartikeln Windeln und Babynahrung:
Die ausgegebene Menge an Hygieneartikeln reicht längst nicht mehr aus, um den Bedarf während des Aufenthalts in Karlsruhe zu decken. Immer wieder bitten uns Sicherheitskräfte der Außenstellen hierbei um Unterstützung, die seitens des Regierungspräsidiums immer noch viel zu lange auf sich warten lässt oder gar nicht erst erfolgt. Die Flüchtlinge berichten außerdem, dass die Ausgabe von Windeln und Babynahrung auf eine Menge beschränkt wird, die deren Bedarf bei weitem nicht deckt. In manchen Fällen (z. B. Krankheit) sind Flüchtlinge gar nicht in der Lage, die Ausgabezeiten der LEA wahrzunehmen. In jeder Unterkunft muss daher ein immer ein ausreichender Vorrat an Verbrauchsmaterial bereitgestellt sein, um eine bedarfsgerechte Ausgabe gewährleisten.

Aufenthaltsräume:
Ein dringender Handlungsbedarf besteht noch immer in den sehr beengten Wohnverhältnissen. Es existieren keine Räume, in denen die Menschen sich gemeinschaftlich aufhalten können. Gerade für Kinder ist diese Situation unerträglich. In den Wintermonaten ist es dringend geboten, in den Unterkünften einen Gemeinschaftsraum anzubieten, damit Frust, Depression oder Aggressivität sich nicht ausbreiten kann und in dem auch Aktivitäten wie Kinderbetreuung und Deutschunterricht angeboten werden können.

Privatsphäre:
In einigen Unterkünften ist es den Bewohnern immer noch nicht nicht möglich, ihre Räumlichkeiten zu verschließen. Untragbar ist auch, dass die Menschen – trotz mehrerer Ansprachen – in einigen Unterkünften ihre Intimsphäre nicht wahren können. Die Duschräume und Toiletten sind bis heute noch nicht mit Schlössern versehen worden. Gerade für Frauen, junge Mädchen und Familien stellt dies eine unzumutbare Situation dar. Bewohner der Notunterkünfte, in denen rein gar keine Privatsphäre besteht und Männer, Frauen und Kinder zusammengepfercht schlafen, sind teilweise Wochen statt nur wenige Tage dort untergebracht, was ebenso unzumutbar ist.

Waschmaschinen:
In einigen Unterkünften besteht immer noch der Bedarf an weiteren Geräten. Die Menschen müssen nicht nur aus hygienischen Gründen die Möglichkeit haben, ihre Kleidung zu waschen. Das Fehlen ausreichender Waschmöglichkeiten führt immer wieder zu Konflikten unter den Bewohnern sowie zur Unterdrückung Schwächerer. Stehen nicht genügend Maschinen zur Verfügung, wird außerdem von Hand gewaschen, meist mit Spülmittel oder Shampoo/Duschgel, das den Menschen im Anschluss für die Geschirreinigung bzw. Körperhygiene fehlt und die Maschinen beschädigt. Die Wäsche wird in den Zimmern zum Trocknen aufgehängt, was zur Schimmelbildung in den Gebäuden führt, die Bewohner gesundheitlich belastet und außerdem die Energiekosten erhöht.

Aufklärung und Informationen:
Neuankömmlinge benötigen ausführliche schriftliche Informationen zu allem, was deren Unterbringung und Grundversorgung betrifft. – Wie ist der Ablauf des Verfahrens? Was ist der nächste Schritt? – Was tun bei Krankheit? Wo befindet sich der ärztliche Dienst? Wann sind die Sprechzeiten? Wohin gehe ich im Notfall? – Wo und wann bekomme ich Kleidung, Hygieneartikel und sonstige Gebrauchsgegenstände – Wo und wann finde ich Beratung? – Wie komme ich von meiner Unterkunft in die Zentrale/zum Klinikum/sonstigen Terminen?

Unterbringung: Unterkünfte müssen endlich bewohnbar werden! Die meisten Außenstellen besitzen kaum Innenausstattung, es fehlt an Tischen, Stühlen oder Geschirr. Sie weisen zum Großteil extreme Verschleißerscheinungen auf, dringend notwendige Instandhaltungsarbeiten werden meist nicht durchgeführt. Der Zustand der verlegten Teppichböden in einzelnen Unterkünften ist unzumutbar unhygienisch.

Schutzbedürftige: Besonders schutzbedürftige Personen müssen von Anfang an in einer geeigneten Unterkunft untergebracht und entsprechend betreut werden.

Karlsruhe, den 13.12.2014

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